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Oldau 2019 - ein Highlight für Mitarbeitende

In den Herbstferien führte das Jugendreferat im Ev. Kirchenkreis Vlotho wieder seine Mitarbeitendenschulungen durch. Insgesamt über 75 junge Menschen, davon 66 Teilnehmerinnen und Teilnehmer und ein 10-köpfiges Referenten-Team aus Haupt- und Ehrenamtlichen erlebten eine lehrreiche, gemeinschaftliche und intensive Woche in der CVJM-Jugendbildungsstätte Anne-Frank Haus in Oldau/Hambühren. Fünf parallele Kurse, von den Anfängern im Starter- bis zu den erfahrenen Gruppenmitarbeitenden im Leiter-Kurs, wurden angeboten. Doch trotz der Kursstruktur war die Gruppe nicht getrennt. Ganz im Gegenteil: Zusammenhalt, Gemeinschaft und der Austausch waren in der Woche Teil des Lebens.

Mit viel Gepäck und jeder Menge Motivation reisten die Ehrenamtlichen aus dem Vorbereitungsteam schon am Sonntag an, um die Räumlichkeiten für die Jugendlichen vorzubereiten, die am Montag in Reisebussen ankamen. Kaum waren die Zimmer bezogen, ging es auch gleich los. Jeden Tag wurde in den Gruppen Erfahrungen gesammelt und neue Fähigkeiten und Fertigkeiten erlernt. Der Spaß kam dabei nie zu kurz. Am Abend, wenn alle im Plenum zusammenkamen, wurde der Tag würdig und mächtig beendet mit lebensnahen Andachten und neuen geistlichen Liedern.

Doch es wurde nicht nur in den kleinen Kurseinheiten gelernt, für die praktischen Erfahrungen gab es am Dienstagabend einen bunten Workshop-Abend. Es konnten Rucksäcke, Portraitbilder, Paracord-Armbänder oder eine Bilderrahmenlampe kreativ gestaltet werden. Oder man probierte sich aktiv in Standardtänzen aus, spielte Nacht-Frisbee und versuchte sich beim Improtheater.

Donnerstag gab es den Aktiv-Nachmittag, an dem der Starter-, Grund- und JuLeiCa-Kurs erste Einblicke in die Erlebnispädagogik machen durften. Für die Älteren im Aufbau-Kurs ging es in den Wald, um sich dort an einer komplexeren Aufgabe auszuprobieren. Der Leiter-Kurs ließ den Nachmittag entspannt mit einer Kanutour auf der Aller ausklingen. Das Wetter schenkte den Teilnehmenden einen kalten aber sonnigen Herbsttag.

Am Freitag hieß es zunächst Packen und Aufräumen. Um 11 Uhr startete der Segnungsgottesdienst mit Agape-Mahl. Im Rahmen des Gottesdienstes gab es eine Fürbitten-Gebetskreisaktion und eine Segnungs-Ölungs-Aktion. Hier kamen sich alle Teilnehmenden noch einmal richtig nahe. Und vielen war klar: Das will ich im nächsten Jahr auch wieder erleben.

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Das Hühner-Projekt

Ein kleines Wunder

Gibt es bei Hühner-Küken Frühgeburten?

Ich hatte keine Ahnung. So traute ich mich, nachdem die Eier 19 Tage im Brutkaste waren, kaum aus dem Haus. Ich wollte den Schlupf der Küken ja auf keinen Fall verpassen. Auch nachts bin ich immer wieder aufgestanden und habe geguckt, ob sich nicht irgendetwas getan hat. Am 20. Tag meinte ich zu sehen wie ein Ei sich bewegt.  Aber es tat sich weiterhin nichts. Auch nicht bis zum Mittag am 21. Tag.

Hatte ich irgendetwas falsch gemacht? Ich konnte meine Ungeduld selbst kaum ertragen. Immer wieder kniete ich vor der Brutmaschine. Hatte sich da nicht wieder ein Ei bewegt?

Und plötzlich…

Ich traute meinen Ohren nicht. Ein zaghaftes Piepen war zu hören. Und das gleich aus vier Eiern. Sie waren angepiekt und ich konnte den Eizahn der Küken sehen. Küken müssen ganz schön arbeiten bis sie geschlüpft sind. Sie öffnen mit dem Eizahn in der Mitte des Eis beginnend die Schale und arbeiten sich Stück für Stück voran.

Es war ein absolutes Glücksgefühl als das erste Küken seinen Kopf aus dem Ei befreit hatte und mich auf wackeligen Beinen kurze Zeit später piepsend anguckte. Sofort suchte das Küken Kontakt zu einem Ei, aus dem es auch piepte und ruhte sich dort von dem Schlupf aus.

Das Fell des Kükens war nass und klebrig, gar nicht so flauschig wie ich es erwartet hatte. Aber das Fell musste ja auch erst noch circa fünf Stunden trocknen. Nach fünf Minuten schlüpfte dann das zweite Küken. Als dann am Abend desselben Tages das dritte Küken schlüpfte, durften die ersten beiden Küken in den großen Käfig unter der Infrarotlampe umziehen.

Beim Frühstück des folgenden Tages schlüpften fast gleichzeitig die nächsten beiden Küken. Das sechste Küken kam mit Verspätung. Würde es dieses Küken auch schaffen die Eihaut zu durchbrechen? Ich musste einen weiteren Tag Geduld haben. Aber dann schlüpfte auch das letzte Küken. War das ein aufregendes Piepen, wenn sich alle Küken im großen Käfig um Futter und Wasser stritten.

Nach einer Woche sind alle Küken umgezogen. Sie wohnen jetzt auf einem großen Bauernhof. Ab der fünften Woche sind sie voll befiedert und dürfen immer länger in das große Außengehege. Aus dem Auge aus dem Sinn! Auf keinen Fall. Ich halte engen Kontakt zu den neuen Haltern meiner Küken und freue mich immer wieder sie zu besuchen.

P.S. Das Ausbrüten war für mich das reinste Abenteuer. Über digitale Medien konnten mehrere Kinder und Jugendliche hautnah den Schlupf der Küken miterleben. Es war sehr schön zu erfahren mit welchem großen Interesse das Küken-Projekt verfolgt wurde. Geplant ist ein Besuch auf dem Bauernhof mit Kindern und Jugendlichen. Ein nächstes Küken-Projekt ist schon in Planung.

Text: Sylke Cremer

Bild 1: Im Ei tut sich was

Bild 2: Sie schlüpfen

Bild 3: Die Küken

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