Artikel

WG-Mitbewohner gesucht: Eine Woche im Gemeindehaus leben

Ein gewagtes Experiment findet vom 07. bis 11. Oktober im Valdorfer Gemeindehaus statt: Eine Woche lang leben Jugendliche in der „EKJZ-WG“. Schlafen, Hausaufgaben machen, lernen, Spaß haben und gemeinsam kochen: Alles im Gemeindehaus.

„Das wird echt spannend“, freut sich Jugendreferentin Annemarie Coring auf die WG-Woche: „Wir wollen miteinander den Alltag teilen und komplett gemeinsam hier im Jugendzentrum leben. Nach dem Frühstück starten wir von hier aus in die Schule oder den Job; abends kochen und unternehmen wir etwas zusammen.“ Jeder der WG-Mitbewohner soll seinen „regulären“ Tagesablauf genau so beibehalten – mit dem Unterschied, dass alle gemeinsam unter einem Dach wohnen und leben. Alle Teilnehmenden sollen ihren Freizeitbeschäftigungen nachkommen; sei es im Sportverein, in der Musikschule oder privat. „Natürlich wollen wir auch als Gruppe etwas gemeinsam unternehmen. Das wird richtig cool. Also wenn du Lust hast, das WG-Leben für eine Woche auszuprobieren, melde dich bei mir. Wir suchen noch Mitbewohner“, verrät Annemarie Coring. Interessierte im Alter von 14-17 Jahren können sich auf www.buchungen.jugendpfarramt-vlotho.de/anmeldung anmelden. Die EKJZ-WG kostet für die komplette Woche 25,00 €.

NEU - Angebote für Kinder für die Sommerferien

HIER, auf das Bild oder im Menu links unter "Ferienzeit 2020" klicken.


Das Hühner-Projekt

Ein kleines Wunder

Gibt es bei Hühner-Küken Frühgeburten?

Ich hatte keine Ahnung. So traute ich mich, nachdem die Eier 19 Tage im Brutkaste waren, kaum aus dem Haus. Ich wollte den Schlupf der Küken ja auf keinen Fall verpassen. Auch nachts bin ich immer wieder aufgestanden und habe geguckt, ob sich nicht irgendetwas getan hat. Am 20. Tag meinte ich zu sehen wie ein Ei sich bewegt.  Aber es tat sich weiterhin nichts. Auch nicht bis zum Mittag am 21. Tag.

Hatte ich irgendetwas falsch gemacht? Ich konnte meine Ungeduld selbst kaum ertragen. Immer wieder kniete ich vor der Brutmaschine. Hatte sich da nicht wieder ein Ei bewegt?

Und plötzlich…

Ich traute meinen Ohren nicht. Ein zaghaftes Piepen war zu hören. Und das gleich aus vier Eiern. Sie waren angepiekt und ich konnte den Eizahn der Küken sehen. Küken müssen ganz schön arbeiten bis sie geschlüpft sind. Sie öffnen mit dem Eizahn in der Mitte des Eis beginnend die Schale und arbeiten sich Stück für Stück voran.

Es war ein absolutes Glücksgefühl als das erste Küken seinen Kopf aus dem Ei befreit hatte und mich auf wackeligen Beinen kurze Zeit später piepsend anguckte. Sofort suchte das Küken Kontakt zu einem Ei, aus dem es auch piepte und ruhte sich dort von dem Schlupf aus.

Das Fell des Kükens war nass und klebrig, gar nicht so flauschig wie ich es erwartet hatte. Aber das Fell musste ja auch erst noch circa fünf Stunden trocknen. Nach fünf Minuten schlüpfte dann das zweite Küken. Als dann am Abend desselben Tages das dritte Küken schlüpfte, durften die ersten beiden Küken in den großen Käfig unter der Infrarotlampe umziehen.

Beim Frühstück des folgenden Tages schlüpften fast gleichzeitig die nächsten beiden Küken. Das sechste Küken kam mit Verspätung. Würde es dieses Küken auch schaffen die Eihaut zu durchbrechen? Ich musste einen weiteren Tag Geduld haben. Aber dann schlüpfte auch das letzte Küken. War das ein aufregendes Piepen, wenn sich alle Küken im großen Käfig um Futter und Wasser stritten.

Nach einer Woche sind alle Küken umgezogen. Sie wohnen jetzt auf einem großen Bauernhof. Ab der fünften Woche sind sie voll befiedert und dürfen immer länger in das große Außengehege. Aus dem Auge aus dem Sinn! Auf keinen Fall. Ich halte engen Kontakt zu den neuen Haltern meiner Küken und freue mich immer wieder sie zu besuchen.

P.S. Das Ausbrüten war für mich das reinste Abenteuer. Über digitale Medien konnten mehrere Kinder und Jugendliche hautnah den Schlupf der Küken miterleben. Es war sehr schön zu erfahren mit welchem großen Interesse das Küken-Projekt verfolgt wurde. Geplant ist ein Besuch auf dem Bauernhof mit Kindern und Jugendlichen. Ein nächstes Küken-Projekt ist schon in Planung.

Text: Sylke Cremer

Bild 1: Im Ei tut sich was

Bild 2: Sie schlüpfen

Bild 3: Die Küken

Social Media