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Verrückte Maschinen im Fo(u)r C.

Nach der Idee des gleichnamigen Computerspiels „Crazy machines“ werden real und in Eigenregie verrückte Maschinen gebaut. Ziel des Spiel ist es, mit Murmeln Kettenreaktionen in Gang zu setzen, um Luftballons zum Platzen und Glöckchen zum Klingen zu bringen oder Kerzen auszupusten.

Einen Bauplan im Kopf hatte Tim schon zu Beginn: "Ich habe dann einfach angefangen und so hat sich meine „Maschine“ im Laufe der Zeit weiter entwickelt." Schnell kamen aber auch den anderen kleinen Hobby-Bastlern nach einer kurzen Computer-Spielphase am Montag eigene Ideen. Aus einem Pool von Materialien suchten sie sich alles, was sie brauchten und schon ging es los.

"Viele Jungs kennen schon das Computer-Spiel, wenn sie zu uns kommen. Spannend ist dann zu sehen, wie daraus reale Crazy Machines entstehen. Nebenbei werden die motorischen und kreativen Fähigkeiten der Kinder geschult. Hier sieht man, dass ein Computerspiel mehr sein kann als nur ein Spiel", erklärte Jugendtreff-Leiterin Bärbel Meyer zum Abschluss der dreitägigen Ferienspielaktion im Fo(u)R C. - Jugendtreff Nord.

Gruppenfoto: Bjarne, Bärbel, Finn, Alek, David, Sören, Nico, Tim, Bjarne, Fabian

Das Hühner-Projekt

Ein kleines Wunder

Gibt es bei Hühner-Küken Frühgeburten?

Ich hatte keine Ahnung. So traute ich mich, nachdem die Eier 19 Tage im Brutkaste waren, kaum aus dem Haus. Ich wollte den Schlupf der Küken ja auf keinen Fall verpassen. Auch nachts bin ich immer wieder aufgestanden und habe geguckt, ob sich nicht irgendetwas getan hat. Am 20. Tag meinte ich zu sehen wie ein Ei sich bewegt.  Aber es tat sich weiterhin nichts. Auch nicht bis zum Mittag am 21. Tag.

Hatte ich irgendetwas falsch gemacht? Ich konnte meine Ungeduld selbst kaum ertragen. Immer wieder kniete ich vor der Brutmaschine. Hatte sich da nicht wieder ein Ei bewegt?

Und plötzlich…

Ich traute meinen Ohren nicht. Ein zaghaftes Piepen war zu hören. Und das gleich aus vier Eiern. Sie waren angepiekt und ich konnte den Eizahn der Küken sehen. Küken müssen ganz schön arbeiten bis sie geschlüpft sind. Sie öffnen mit dem Eizahn in der Mitte des Eis beginnend die Schale und arbeiten sich Stück für Stück voran.

Es war ein absolutes Glücksgefühl als das erste Küken seinen Kopf aus dem Ei befreit hatte und mich auf wackeligen Beinen kurze Zeit später piepsend anguckte. Sofort suchte das Küken Kontakt zu einem Ei, aus dem es auch piepte und ruhte sich dort von dem Schlupf aus.

Das Fell des Kükens war nass und klebrig, gar nicht so flauschig wie ich es erwartet hatte. Aber das Fell musste ja auch erst noch circa fünf Stunden trocknen. Nach fünf Minuten schlüpfte dann das zweite Küken. Als dann am Abend desselben Tages das dritte Küken schlüpfte, durften die ersten beiden Küken in den großen Käfig unter der Infrarotlampe umziehen.

Beim Frühstück des folgenden Tages schlüpften fast gleichzeitig die nächsten beiden Küken. Das sechste Küken kam mit Verspätung. Würde es dieses Küken auch schaffen die Eihaut zu durchbrechen? Ich musste einen weiteren Tag Geduld haben. Aber dann schlüpfte auch das letzte Küken. War das ein aufregendes Piepen, wenn sich alle Küken im großen Käfig um Futter und Wasser stritten.

Nach einer Woche sind alle Küken umgezogen. Sie wohnen jetzt auf einem großen Bauernhof. Ab der fünften Woche sind sie voll befiedert und dürfen immer länger in das große Außengehege. Aus dem Auge aus dem Sinn! Auf keinen Fall. Ich halte engen Kontakt zu den neuen Haltern meiner Küken und freue mich immer wieder sie zu besuchen.

P.S. Das Ausbrüten war für mich das reinste Abenteuer. Über digitale Medien konnten mehrere Kinder und Jugendliche hautnah den Schlupf der Küken miterleben. Es war sehr schön zu erfahren mit welchem großen Interesse das Küken-Projekt verfolgt wurde. Geplant ist ein Besuch auf dem Bauernhof mit Kindern und Jugendlichen. Ein nächstes Küken-Projekt ist schon in Planung.

Text: Sylke Cremer

Bild 1: Im Ei tut sich was

Bild 2: Sie schlüpfen

Bild 3: Die Küken

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