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Über 300 Konfis und ehrenamtliche Mitarbeitende feiern KonfiCamp in Hessen

Frieden auf der Welt: Leichter gesagt, als getan

Am vergangenen Wochenende drehte sich im Feriendorf „Günter Richta“ im hessischen Knüllwald alles um den Weltfrieden. „On Peace“ - Ein großes Thema, das jedoch bei den Jugendlichen aktueller denn je ist, sagt Synodaljugendreferentin Katrin Eckelmann: „Das ist etwas, was die Konfis im Alltag total beschäftigt. Spätestens seit dem „Fridays for Future“ weiß jeder: Die junge Generation kümmert sich um ihre Zukunft und mischt sich ein. Deshalb haben wir uns für dieses brennende Thema entschieden und wollen den Konfis nicht nur eine gute Zeit mit tollen Erinnerungen, sondern auch einen Denkanstoß für ihren Lebensweg mitgeben.“

Das Thema wurde in kleinen Gruppeneinheiten in der eigenen Gemeindegruppe besprochen, aber auch durch ein Schauspiel-Team auf der Bühne immer wieder locker und lustig eingebracht. So marschierte immer wieder eine Demonstrationsgruppe durch die zur Veranstaltungslocation umgebauten Sporthalle und skandierte: „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut.“


Der Aufbau für das KonfiCamp begann für das so genannte Vorausteam bereits am Mittwoch. Mehrere Tonnen Technik und Material mussten in einen LKW und zwei Bullis gestopft werden, damit auf dem Gelände in Hessen die Infrastruktur für das KonfiCamp entstehen konnte. Bis zur Ankunft der Konfis am Donnerstagabend bauten die 15 Helfer eine komplette Bühne samt Ton- und Lichtanlage, sowie Videoübertragung in der Halle auf. Das kam bei den Konfirmandinnen und Konfirmanden gut an: Viele waren überwältigt, als sie die Halle zum ersten Mal betraten.

Begrüßt wurden sie von Niklas Timmerberg und Celine Detering, die als Moderatoren-Duo durch das Wochenende führten. Gemeinsam mit dem Warm-Up-Team gab es morgens immer eine Runde Frühsport in der Halle und auch sonst ordneten die Moderatoren das Thema immer wieder ein und schafften es so, eine Brücke zwischen den thematischen Einheiten und der Lebenswelt der Konfis zu bauen. Unterstützt wurden sie dabei auch von der Band „believe_in“, die aus Petershagen angereist waren und die Konfis mit moderner christlicher Musik begeisterten. Sängerin Sabrina war von den Konfis total begeistert: „Wir fangen an zu spielen und sie stehen auf, fangen an zu hüpfen, toben durch die Halle und singen voller Begeisterung mit. Das ist total schön, das von oben auf der Bühne zu sehen, wie sich die Stimmung im Laufe des Camps entwickelt."

Das jährliche Event hatte das Jugendreferat im Kirchenkreis Vlotho ein Jahr geplant, organisiert und vorbereitet. In drei verschiedenen Vorbereitungsteams entwickelten Pfarrerinnen und Pfarrer gemeinsam mit dem Team des Jugendreferats und ehrenamtlichen Helfern das Thema, die gesamte Camp-Organisation und das Programm in der Halle. Neben einer Gameshow am Freitagabend, den die Konfi-Gruppe aus St. Stephan (Vlotho) gewann, war auch in diesem Jahr wieder der Zauber- und Actionkünstler „Mr. Joy“ mit dabei. Mit Zauberwürfeln, Fackeln und riesigen Einrädern beeindruckte er die Konfis am Samstag. „Mein Ziel ist es, den Glauben ganz anders rüber zu bringen. Wenn die Konfis mich baff angucken und sich fragen: Wie hat er das denn gemacht? Und ich dann ganz subtil meine christliche Botschaft unterbringen kann, habe ich mein Ziel erreicht.


Die Pfarrerinnen und Pfarrer erhoffen sich durch das KonfiCamp auch eine nachhaltige Wirkung für ihre Gemeinde. „Wir wollen moderne, christliche Songs, die eben gar nichts mit dem Gottesdienst-Gesang am Sonntag zu tun haben, vom KonfiCamp in die Gemeinden tragen. Denn auch das sind oft fromme Lieder, aber eben ganz aufbereitet. Neben dem thematischen und geistlichen Input, den wir den Konfis mit auf den Weg geben wollen, soll das KonfiCamp eben auch zeigen: Kirche  geht ganz anders“, sagt Christoph Beyer, Konfi-Beauftragter des Kirchenkreises, der seit dem ersten KonfiCamp im Jahr 2006 dabei ist. Auch das Jugendreferat hofft, mit dem KonfiCamp junge Menschen zu begeistern, damit sie sich nach der Konfirmation im kommenden Frühjahr vielleicht auch in der Jugendarbeit engagieren. KonfiCamp-Organisatorin Katrin Eckelmann: „Für die ehrenamtlichen Mitarbeitenden ist das KonfiCamp ein echtes Highlight im Jahr. Nicht wenige sind seit vielen Jahren dabei und genießen es, Teil einer großen Gemeinschaft zu sein. Das sind echte Gänsehautmomente, wenn die ganze Halle mitsingt und die Zeit genießt.“ Wer nach der Konfirmation – oder auch schon vorher – Lust hat, die Jugendarbeit in der Gemeinde aktiv mitzugestalten, kann sich jederzeit an das Jugendreferat im Kirchenkreis Vlotho wenden: Hier auf dieser Homepage gibt es aktuelle Informationen und Termine. Den Schwung des KonfiCamps können Interessierte direkt mit in die Mitarbeitenden-Schulungen in den Herbstferien nehmen. Anmeldungen sind noch möglich. Am Ende der Ausbildung als ehrenamtlich Mitarbeitender steht die Jugendleiter-Card, die nicht nur für die erworbenen Fähigkeiten steht, sondern auch Vergünstigungen in den Kreisen Herford und Minden-Lübbecke ermöglicht.

Das Hühner-Projekt

Ein kleines Wunder

Gibt es bei Hühner-Küken Frühgeburten?

Ich hatte keine Ahnung. So traute ich mich, nachdem die Eier 19 Tage im Brutkaste waren, kaum aus dem Haus. Ich wollte den Schlupf der Küken ja auf keinen Fall verpassen. Auch nachts bin ich immer wieder aufgestanden und habe geguckt, ob sich nicht irgendetwas getan hat. Am 20. Tag meinte ich zu sehen wie ein Ei sich bewegt.  Aber es tat sich weiterhin nichts. Auch nicht bis zum Mittag am 21. Tag.

Hatte ich irgendetwas falsch gemacht? Ich konnte meine Ungeduld selbst kaum ertragen. Immer wieder kniete ich vor der Brutmaschine. Hatte sich da nicht wieder ein Ei bewegt?

Und plötzlich…

Ich traute meinen Ohren nicht. Ein zaghaftes Piepen war zu hören. Und das gleich aus vier Eiern. Sie waren angepiekt und ich konnte den Eizahn der Küken sehen. Küken müssen ganz schön arbeiten bis sie geschlüpft sind. Sie öffnen mit dem Eizahn in der Mitte des Eis beginnend die Schale und arbeiten sich Stück für Stück voran.

Es war ein absolutes Glücksgefühl als das erste Küken seinen Kopf aus dem Ei befreit hatte und mich auf wackeligen Beinen kurze Zeit später piepsend anguckte. Sofort suchte das Küken Kontakt zu einem Ei, aus dem es auch piepte und ruhte sich dort von dem Schlupf aus.

Das Fell des Kükens war nass und klebrig, gar nicht so flauschig wie ich es erwartet hatte. Aber das Fell musste ja auch erst noch circa fünf Stunden trocknen. Nach fünf Minuten schlüpfte dann das zweite Küken. Als dann am Abend desselben Tages das dritte Küken schlüpfte, durften die ersten beiden Küken in den großen Käfig unter der Infrarotlampe umziehen.

Beim Frühstück des folgenden Tages schlüpften fast gleichzeitig die nächsten beiden Küken. Das sechste Küken kam mit Verspätung. Würde es dieses Küken auch schaffen die Eihaut zu durchbrechen? Ich musste einen weiteren Tag Geduld haben. Aber dann schlüpfte auch das letzte Küken. War das ein aufregendes Piepen, wenn sich alle Küken im großen Käfig um Futter und Wasser stritten.

Nach einer Woche sind alle Küken umgezogen. Sie wohnen jetzt auf einem großen Bauernhof. Ab der fünften Woche sind sie voll befiedert und dürfen immer länger in das große Außengehege. Aus dem Auge aus dem Sinn! Auf keinen Fall. Ich halte engen Kontakt zu den neuen Haltern meiner Küken und freue mich immer wieder sie zu besuchen.

P.S. Das Ausbrüten war für mich das reinste Abenteuer. Über digitale Medien konnten mehrere Kinder und Jugendliche hautnah den Schlupf der Küken miterleben. Es war sehr schön zu erfahren mit welchem großen Interesse das Küken-Projekt verfolgt wurde. Geplant ist ein Besuch auf dem Bauernhof mit Kindern und Jugendlichen. Ein nächstes Küken-Projekt ist schon in Planung.

Text: Sylke Cremer

Bild 1: Im Ei tut sich was

Bild 2: Sie schlüpfen

Bild 3: Die Küken

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