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Reparierte Fahrräder warten in der Fahrradselbsthilfewerkstatt auf neue Besitzer

Jan Allersmeier und Friedel Valdorf haben sich mit ihrem Team während der Sommerferien immer wieder getroffen, um gespendete Fahrräder zu reparieren. Jetzt warten die Räder auf neue Besitzer. „Zurzeit haben wir auch einige gebrauchte Jugendfahrräder, die wir weitergeben können“, freut sich Jan Allersmeier. „Einige Kinder werden inzwischen zu groß für ihr altes Fahrrad sein, da besteht die Möglichkeit das zu kleine Rad gegen ein passendes Rad einzutauschen.

Jeden Dienstag sind Jan und Friedel vor Ort, um kleine Reparaturen zu beheben und um Jugendlichen das Fahrradflicken zu zeigen.

Neu im Team der Fahrradselbsthilfewerkstatt ist Robin Lange, Schüler der 9. Klasse der Weser-Sekundarschule. Er ist im September mit seinem Jahrespraktikum in der Fahrradselbsthilfewerkstatt gestartet. „An meinem ersten Tag konnte ich auch gleich mit zupacken“, berichtet Robin stolz. „Ich habe das Fahrrad von Herrn Abdulgadir mit repariert.“

In der Fahrradselbsthilfewerkstatt gibt es immer wieder etwas zu tun. Nur selten bleibt ein fahrtüchtiges Fahrrad lange stehen. Und das ist auch gut so.

Und wie gehts weiter?

Am letzten Dienstag war Matthias Cremer aus Halle zu Besuch. Er hat für die AGOT Filmaufnahmen über die Arbeit der Fahrradselbsthilfewerkstatt gemacht.

Am 09.10.2019 gibt es für die Besucher der Fahrradselbsthilfewerkstatt sogar heiße Waffeln.

Ein neuer Radfahrkurs für Mädchen und Frauen mit Flucht- und Zuwanderungsgeschichte startet Ende September. Die Teilnahme ist kostenfrei. Alle Informationen bei Sylke Cremer Tel: 01512 / 2203183.

Öffnungszeiten der Fahrradselbsthilfewerkstatt im EKJZ Valdorf, Siekweg 3 in Vlotho: Dienstag von 16.00 – 19.00 Uhr / gespendete Fahrräder können mit einem Zettel versehen auch außerhalb der Öffnungszeiten abgegeben werden.

Ansprechpartner: Jan Allersmeier Tel: 0178 / 6200686.

Letzter Öffnungstag in diesem Jahr ist der 27.11.2018

Das Hühner-Projekt

Ein kleines Wunder

Gibt es bei Hühner-Küken Frühgeburten?

Ich hatte keine Ahnung. So traute ich mich, nachdem die Eier 19 Tage im Brutkaste waren, kaum aus dem Haus. Ich wollte den Schlupf der Küken ja auf keinen Fall verpassen. Auch nachts bin ich immer wieder aufgestanden und habe geguckt, ob sich nicht irgendetwas getan hat. Am 20. Tag meinte ich zu sehen wie ein Ei sich bewegt.  Aber es tat sich weiterhin nichts. Auch nicht bis zum Mittag am 21. Tag.

Hatte ich irgendetwas falsch gemacht? Ich konnte meine Ungeduld selbst kaum ertragen. Immer wieder kniete ich vor der Brutmaschine. Hatte sich da nicht wieder ein Ei bewegt?

Und plötzlich…

Ich traute meinen Ohren nicht. Ein zaghaftes Piepen war zu hören. Und das gleich aus vier Eiern. Sie waren angepiekt und ich konnte den Eizahn der Küken sehen. Küken müssen ganz schön arbeiten bis sie geschlüpft sind. Sie öffnen mit dem Eizahn in der Mitte des Eis beginnend die Schale und arbeiten sich Stück für Stück voran.

Es war ein absolutes Glücksgefühl als das erste Küken seinen Kopf aus dem Ei befreit hatte und mich auf wackeligen Beinen kurze Zeit später piepsend anguckte. Sofort suchte das Küken Kontakt zu einem Ei, aus dem es auch piepte und ruhte sich dort von dem Schlupf aus.

Das Fell des Kükens war nass und klebrig, gar nicht so flauschig wie ich es erwartet hatte. Aber das Fell musste ja auch erst noch circa fünf Stunden trocknen. Nach fünf Minuten schlüpfte dann das zweite Küken. Als dann am Abend desselben Tages das dritte Küken schlüpfte, durften die ersten beiden Küken in den großen Käfig unter der Infrarotlampe umziehen.

Beim Frühstück des folgenden Tages schlüpften fast gleichzeitig die nächsten beiden Küken. Das sechste Küken kam mit Verspätung. Würde es dieses Küken auch schaffen die Eihaut zu durchbrechen? Ich musste einen weiteren Tag Geduld haben. Aber dann schlüpfte auch das letzte Küken. War das ein aufregendes Piepen, wenn sich alle Küken im großen Käfig um Futter und Wasser stritten.

Nach einer Woche sind alle Küken umgezogen. Sie wohnen jetzt auf einem großen Bauernhof. Ab der fünften Woche sind sie voll befiedert und dürfen immer länger in das große Außengehege. Aus dem Auge aus dem Sinn! Auf keinen Fall. Ich halte engen Kontakt zu den neuen Haltern meiner Küken und freue mich immer wieder sie zu besuchen.

P.S. Das Ausbrüten war für mich das reinste Abenteuer. Über digitale Medien konnten mehrere Kinder und Jugendliche hautnah den Schlupf der Küken miterleben. Es war sehr schön zu erfahren mit welchem großen Interesse das Küken-Projekt verfolgt wurde. Geplant ist ein Besuch auf dem Bauernhof mit Kindern und Jugendlichen. Ein nächstes Küken-Projekt ist schon in Planung.

Text: Sylke Cremer

Bild 1: Im Ei tut sich was

Bild 2: Sie schlüpfen

Bild 3: Die Küken

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