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Internationale Jugendbegegnung im Land der Fjorde und Trolle

Zweieinhalb Wochen Action, Spaß und (leider) Regen sind vorbei: Zusammen mit acht ehrenamtlichen Teamern des ev. Jugendreferats machten sich 21 Jugendliche mit dem Bus auf in das rund 1.400 km entfernte Freizeitheim in der Nähe von Bergen. Während der fast 30-stündigen Fahrt ging es von Dänemark mit einer Katamaran-Fähre nach Kristiansand an der Südküste Norwegens und von dort über das Hochgebirge entlang der Fjorde durch zahlreiche Tunnel bis nach Bergen. Das Freizeithaus "Skotnes" liegt inmitten der wunderschönen norwegischen Natur mit eigenem Bootsanleger und Badebucht, ist aber auch ein Haus zum "selbst versorgen". Das heißt: Selber kochen und auch alles in Ordnung halten. Für die Gruppe aber überhaupt kein Problem, sagt Freizeit-Leiter Michael Zinn: „Gerade die Beteiligung am Küchendienst war für manche Jugendlichen eine willkommene Abwechslung, werden Sie doch zuhause und in der Schule oft bekocht und haben keine Gelegenheit, selbst mal den Kochlöffel zu schwingen.“

Leider verwöhnte das norwegische Wetter die Jugendlichen nicht mit Sonnenschein, sondern zeigte sich von seiner gewohnten Seite. Immerhin ist Bergen die regenreichste Stadt Europas. Trotzdem machten alle das Beste daraus und so nutzte man die trocknen Stunden um ausgedehnte Kanutouren zu unternehmen, zu angeln oder im glasklaren Fjordwasser zu schwimmen.

Zu den herausragenden Programmpunkten aber gehörte die gemeinsame Zeit mit norwegischen Jugendlichen. Bereits im Vorfeld hatte es Kontakt zu Mitarbeitern der norwegischen Jugendarbeit vor Ort gegeben. Neben dem gemeinsamen Erleben im Freizeitheim gehörten dann auch noch zwei Einladungen in die Kirche in Erdal zu einem gemeinsamen Gottesdienst und einer Challenge-Night, in der sich die norwegischen und deutschen Jugendlichen in gemischten Gruppen Herausforderungen stellen mussten, um als Sieger hervorzugehen. Alles in allem war die Jugendbegegnung so erfolgreich, dass die Norweger bereits eine Einladung nach Deutschland angenommen haben und den Rückbesuch in Vlotho im kommenden Jahr planen.

Und wie schnell so ein Jahr verfliegen kann, konnten alle Teilnehmer der Freizeit auch erfahren. Mit viel Ideenreichtum hatte das Mitarbeiterteam ein ganzes Jahr in einen Tag gesteckt. Überrascht wurden die Teilnehmer mit einem Neujahrsempfang vor dem Frühstück, Prunksitzung, Ostereiersuchen, Weihnachtsmarkt, Nikolaus und vielem mehr. Alles in allem kamen alle nach einer 20-stündigen Fährfahrt von Bergen nach Dänemark und der anschließenden Bustour müde aber glücklich und zufrieden wieder in Vlotho an und wurden von ihren wartenden Angehörigen freudig begrüßt und in die Arme genommen. Nach einem gemeinsamen Abschlusslied und -kreis haben nun alle genug Zeit, die Erlebnisse noch einmal Revue passieren zu lassen.

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