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Nachwuchsbands aus OWL rocken am Samstag das EKJZ

Zum siebten Mal rocken junge Bands aus ganz Ostwestfalen-Lippe das evangelische Kinder- und Jugendzentrum in Valdorf. Am Samstag, den 09. November auf der „kleinsten Bühne der Welt“ dabei: Die „Dirty Chucks“ und die „Parashots“ aus Vlotho, „The Red Circle aus Löhne und „Paraoniac“ aus Herford und Lippe. Der Rockabend beginnt um 19:30 Uhr – der Eintritt ist frei.

„Wir verwandeln das Jugendzentrum am Wochenende in eine Eventlocation der besonderen Art“, verspricht Jugendreferentin Annemarie Coring. Zusammen mit ehrenamtlich Mitarbeitenden hat sie in den vergangenen Wochen das jährliche Rockevent organisiert. „Das wird richtig gemütlich: Wir bauen quasi mitten im Wohnzimmer unsere Bühne auf, installieren Licht und Ton und dann rocken wir gemeinsam das EKJZ“, so Coring weiter. Der Abend startet mit den in Vlotho bekannten „Dirty Chucks“: Dominik Nobbe und Christoph Marten sind zum ersten Mal beim Rockfestival im Jugendzentrum in Valdorf dabei. Alte Bekannte sind hingegen Die „Parashots“ (schon seit Beginn dabei) und „The Red Circle“ (zweiter Auftritt beim EKJZ Rockt). Neu im Lineup sind auch „Paranoiac“. Der Kontakt zur Metal-Band aus Herford kam über gemeinsame Kommilitonen zustande. „Wir freuen uns riesig, so viele unterschiedliche Bands gewinnen zu können“, sagt Annemarcie Coring: „Von Impro-Pop über klassischen Rock bis hin zu Metal ist alles dabei.“

Gemeinsam mit dem Technik Team von TenSing Vlotho wollen zahlreiche Jugendliche und junge Erwachsene das EKJZ zur kleinsten Konzerthalle Deutschlands umbauen. „Das wird richtig kuschelig, gemütlich und total cool“, schwärmt Annemarie Coring. Nach dem Soundcheck am Samstag-Nachmittag öffnet das EKJZ am Siekweg 5 in Vlotho seine Türen ab 19 Uhr für die Rock-Fans. Jeder Besucher erhält bei Einlass ein exklusives und limitiertes „EKJZ-Rockt-Festivalband“. Der Eintritt ist natürlich frei und das ist nur möglich, weil die Bands komplett auf Gagen verzichten. Annemarie Coring: „Bei uns im Jugendzentrum ist auch Hard Rock zuhaue: Jeder kommt auf seine Kosten. Denn wir wollen alle Jugendliche erreichen und zeigen: Auch im kirchlichen Haus geht’s ganz schön rund.“

Während der Wohnzimmerparty wird es frische Bratwurst vom Grill geben und für die Süßen gibt es warme Crêpes, dazu eiskalte Getränke zum Abkühlen. Denn in der kleinsten Konzerthalle wird es richtig warm, wenn die Bands loslegen und ordentlich rocken.

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Das Hühner-Projekt

Ein kleines Wunder

Gibt es bei Hühner-Küken Frühgeburten?

Ich hatte keine Ahnung. So traute ich mich, nachdem die Eier 19 Tage im Brutkaste waren, kaum aus dem Haus. Ich wollte den Schlupf der Küken ja auf keinen Fall verpassen. Auch nachts bin ich immer wieder aufgestanden und habe geguckt, ob sich nicht irgendetwas getan hat. Am 20. Tag meinte ich zu sehen wie ein Ei sich bewegt.  Aber es tat sich weiterhin nichts. Auch nicht bis zum Mittag am 21. Tag.

Hatte ich irgendetwas falsch gemacht? Ich konnte meine Ungeduld selbst kaum ertragen. Immer wieder kniete ich vor der Brutmaschine. Hatte sich da nicht wieder ein Ei bewegt?

Und plötzlich…

Ich traute meinen Ohren nicht. Ein zaghaftes Piepen war zu hören. Und das gleich aus vier Eiern. Sie waren angepiekt und ich konnte den Eizahn der Küken sehen. Küken müssen ganz schön arbeiten bis sie geschlüpft sind. Sie öffnen mit dem Eizahn in der Mitte des Eis beginnend die Schale und arbeiten sich Stück für Stück voran.

Es war ein absolutes Glücksgefühl als das erste Küken seinen Kopf aus dem Ei befreit hatte und mich auf wackeligen Beinen kurze Zeit später piepsend anguckte. Sofort suchte das Küken Kontakt zu einem Ei, aus dem es auch piepte und ruhte sich dort von dem Schlupf aus.

Das Fell des Kükens war nass und klebrig, gar nicht so flauschig wie ich es erwartet hatte. Aber das Fell musste ja auch erst noch circa fünf Stunden trocknen. Nach fünf Minuten schlüpfte dann das zweite Küken. Als dann am Abend desselben Tages das dritte Küken schlüpfte, durften die ersten beiden Küken in den großen Käfig unter der Infrarotlampe umziehen.

Beim Frühstück des folgenden Tages schlüpften fast gleichzeitig die nächsten beiden Küken. Das sechste Küken kam mit Verspätung. Würde es dieses Küken auch schaffen die Eihaut zu durchbrechen? Ich musste einen weiteren Tag Geduld haben. Aber dann schlüpfte auch das letzte Küken. War das ein aufregendes Piepen, wenn sich alle Küken im großen Käfig um Futter und Wasser stritten.

Nach einer Woche sind alle Küken umgezogen. Sie wohnen jetzt auf einem großen Bauernhof. Ab der fünften Woche sind sie voll befiedert und dürfen immer länger in das große Außengehege. Aus dem Auge aus dem Sinn! Auf keinen Fall. Ich halte engen Kontakt zu den neuen Haltern meiner Küken und freue mich immer wieder sie zu besuchen.

P.S. Das Ausbrüten war für mich das reinste Abenteuer. Über digitale Medien konnten mehrere Kinder und Jugendliche hautnah den Schlupf der Küken miterleben. Es war sehr schön zu erfahren mit welchem großen Interesse das Küken-Projekt verfolgt wurde. Geplant ist ein Besuch auf dem Bauernhof mit Kindern und Jugendlichen. Ein nächstes Küken-Projekt ist schon in Planung.

Text: Sylke Cremer

Bild 1: Im Ei tut sich was

Bild 2: Sie schlüpfen

Bild 3: Die Küken

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