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Ausdrucks- und Präsentationstraining im Jugendtreff Nord

"Mir war bisher gar nicht bewusst, wie viel ich schon von mir preisgebe, auch wenn ich gar nichts sage. Ich habe viel gelernt und fühle mich jetzt schon besser vorbereitet für das nächste Referat in der Schule", findet Teilnehmerin Pia-Charlotte am Ende des zweitägigen Ausdrucks- und Präsentationstrainings. Auch Teilnehmer Mika hat es sichtlich gefallen. "Die vielen Übungen haben mir großen Spaß gemacht. Und mir ist klar geworden, wie extrem wichtig es ist, überzeugend meinen Standpunkt zu vertreten und ihn auch behaupten zu können." Angeboten wurde das Seminar vom Fo(u)r C. - Jugendtreff Nord, einer Einrichtung der Ev. Jugend im Kirchenkreis Vlotho.

"Wir führen diesen Workshop bereits zum sechsten Mal durch. Hier bekommen die Jugendlichen die Möglichkeit, Strategien zu erlernen, die ihnen Sicherheit im Umgang mit ungewohnten Situationen gibt", betonte Bärbel Meyer, die Leiterin des Jugendtreffs.. Denn der Körperausdruck sendet Signale an das Gegenüber, die über den Austausch von Wörtern weit hinausgehen. Die Haltung liefert Informationen, die bei jeder Präsentation, aber auch im Alltag immer eine Rolle spielen. "Ich habe viel gelernt in diesen zwei Tagen. Mir ist noch deutlicher geworden, wie wichtig eine gute Selbst-Präsentation für alle Bereiche meines Lebens ist", stellt Teilnehmer Niklas Timmerberg fest, der aktuell sein Freiwilliges Soziales Jahr im Fo(u)r C. - Jugendtreff Nord absolviert.

Überzeugend seinen Standpunkt vertreten und ihn auch zu behaupten, Sicherheit in und vor Gruppen zu gewinnen oder das Zusammenspiel von Gestik und Mimik zu erkennen, sind Fähigkeiten, die Diemut Döninghaus vom Bielefelder Forum für Kreativität und Kommunikation den Teilnehmern näher bringen möchte. Nach und nach erklärt die gelernte Theater- und Tanzpädagogin den Teilnehmenden des zweitägigen Ausdrucks- und Präsentationstrainings im Fo(u)r C. - Jugendtreff Nord, was man alles für eine Präsentation braucht und bemüht sich, Selbstzweifel und Ängste abzubauen.

"Die innere Haltung spiegelt sich in unserem Körper wider. Wenn ich erfahre, dass ich vor Gruppen sprechen kann, positives Feedback bekomme, stärkt das das ganze Auftreten. Viele haben Angst, dass sie etwas falsch machen und machen sich dadurch klein. Hier erleben sie, dass sie etwas daran ändern können," meint Diemut Döninghaus. Neben Theorie-Einheiten über Feedback-Methoden, Darstellungsübungen oder die Art, einen Vortrag interessant zu gestalten gab es immer wieder praktische Übungen, die neben dem ernsthaften Anliegen oft auch lustige oder sportliche Elemente enthielten.

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Das Hühner-Projekt

Ein kleines Wunder

Gibt es bei Hühner-Küken Frühgeburten?

Ich hatte keine Ahnung. So traute ich mich, nachdem die Eier 19 Tage im Brutkaste waren, kaum aus dem Haus. Ich wollte den Schlupf der Küken ja auf keinen Fall verpassen. Auch nachts bin ich immer wieder aufgestanden und habe geguckt, ob sich nicht irgendetwas getan hat. Am 20. Tag meinte ich zu sehen wie ein Ei sich bewegt.  Aber es tat sich weiterhin nichts. Auch nicht bis zum Mittag am 21. Tag.

Hatte ich irgendetwas falsch gemacht? Ich konnte meine Ungeduld selbst kaum ertragen. Immer wieder kniete ich vor der Brutmaschine. Hatte sich da nicht wieder ein Ei bewegt?

Und plötzlich…

Ich traute meinen Ohren nicht. Ein zaghaftes Piepen war zu hören. Und das gleich aus vier Eiern. Sie waren angepiekt und ich konnte den Eizahn der Küken sehen. Küken müssen ganz schön arbeiten bis sie geschlüpft sind. Sie öffnen mit dem Eizahn in der Mitte des Eis beginnend die Schale und arbeiten sich Stück für Stück voran.

Es war ein absolutes Glücksgefühl als das erste Küken seinen Kopf aus dem Ei befreit hatte und mich auf wackeligen Beinen kurze Zeit später piepsend anguckte. Sofort suchte das Küken Kontakt zu einem Ei, aus dem es auch piepte und ruhte sich dort von dem Schlupf aus.

Das Fell des Kükens war nass und klebrig, gar nicht so flauschig wie ich es erwartet hatte. Aber das Fell musste ja auch erst noch circa fünf Stunden trocknen. Nach fünf Minuten schlüpfte dann das zweite Küken. Als dann am Abend desselben Tages das dritte Küken schlüpfte, durften die ersten beiden Küken in den großen Käfig unter der Infrarotlampe umziehen.

Beim Frühstück des folgenden Tages schlüpften fast gleichzeitig die nächsten beiden Küken. Das sechste Küken kam mit Verspätung. Würde es dieses Küken auch schaffen die Eihaut zu durchbrechen? Ich musste einen weiteren Tag Geduld haben. Aber dann schlüpfte auch das letzte Küken. War das ein aufregendes Piepen, wenn sich alle Küken im großen Käfig um Futter und Wasser stritten.

Nach einer Woche sind alle Küken umgezogen. Sie wohnen jetzt auf einem großen Bauernhof. Ab der fünften Woche sind sie voll befiedert und dürfen immer länger in das große Außengehege. Aus dem Auge aus dem Sinn! Auf keinen Fall. Ich halte engen Kontakt zu den neuen Haltern meiner Küken und freue mich immer wieder sie zu besuchen.

P.S. Das Ausbrüten war für mich das reinste Abenteuer. Über digitale Medien konnten mehrere Kinder und Jugendliche hautnah den Schlupf der Küken miterleben. Es war sehr schön zu erfahren mit welchem großen Interesse das Küken-Projekt verfolgt wurde. Geplant ist ein Besuch auf dem Bauernhof mit Kindern und Jugendlichen. Ein nächstes Küken-Projekt ist schon in Planung.

Text: Sylke Cremer

Bild 1: Im Ei tut sich was

Bild 2: Sie schlüpfen

Bild 3: Die Küken

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